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| Pfarrer Mag. Michael Hammer |
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| Leitspruch: "Mein Ziel - eine Pfarre mit Profil" |
Die Seite des Pfarrers
Vor etwa 10 Tagen wurde mir das Büchlein „1x1 der Gemeindeentwicklung“
zugespielt. - Ich ersuche darum diese 10 Tage nicht an einem Datum festzumachen.
Ich will sagen: So an die 10 Tage brauche ich Zeit, neben meiner anderen
Arbeit, um ein Werk in diesem Umfang auf mich wirken zu lassen und es
für mich und andere fruchtbar werden zu lassen.
Um das im vollen Umfang zu ermöglichen, bedarf es einer Klarstellung:
Immer, wenn im kirchlichen Bereich von „Gemeinde“ die Rede ist, hat das
nichts mit der politischen Gemeinde zu tun, sondern meint schlicht die
Pfarrgemeinde – die Pfarre.
Der Autor des Büchleins „1x1 der Gemeindeentwicklung“ Christian A. Schwarz
ist übrigens der Überzeugung, dass dieses Thema jeden Christen etwas angeht
und ich kann sie nur teilen. Aber wenn dem so ist, dann ist wohl auch
die Frage erlaubt: Warum tun wir uns so schwer damit? ...Mag sein, dass
diese Erfahrung etwas zu tun hat damit, dass es jede Menge Widerstände
gegen den christlichen Glauben gibt, auch wenn wir Christen uns redlich
bemühen. Der Autor stellt uns daher folgendes Bild zur Verfügung:

Er will uns damit sagen: Ein Wagen – beladen mit wunderbar funktionstüchtigen
Rädern – aber selbst mit völlig unbrauchbaren quadratischen Rädern ausgestattet,
wird von zwei Männern mit viel Kraftaufwand gezogen bzw. geschoben. -
Eine Beschreibung des Zustandes weiter Teile der Kirche Jesu?
Es scheint so. - Aber muss das so sein? Müssten wir nicht viel mehr die
runden Räder, die es in jeder Pfarre gibt, endlich an der Stelle montieren,
wo sie nach Gottes Plan doch hingehören? Müssten sie sich nicht montieren
lassen allein schon aus dem Grund, den sie von Gott selbst mitbekommen
haben?
Weil wir doch lernfähig sind, könnten wir von anderen Pfarren lernen,
mehr noch, manches wäre ja schon da, sogar von den acht Grundsätzen, die
das 1x1 der Gemeindeentwicklung uns nahe bringen möchte: z. B.:
- bevollmächtigte Mitverantwortung (siehe PGR);
- gabenorientierte Mitarbeiterschaft: (Die Pfarr-leitung soll ihren
Pfarrangehörigen helfen, ihre gottgegebenen Talente neu zu entdecken
Z. B.: Sänger, Musiker, Lektoren, Kommunionspender usw.);
- leidenschaftliche Spiritualität (in einer Pfarrge-meinde, in der Glaube
wirklich gelebt wird, funktioniert alles);
- zweckmäßige Strukturen der Selbsterneuerung;
- inspirierender Gottesdienst;
- ganzheitliche Kleingruppen;
- Neuevangelisierung;
- liebevolle Beziehungen – selbstverständlich alles bibelbezogen.
Trotz alledem: Für das Wachsen der Pfarrgemeinden gibt es keinen Schnellwaschgang.
Es geht vielmehr um einen harten Weg. Aber, wo in der Bibel wird uns denn
verheißen, dass es leicht sein wird, als Pfarrgemeinde dem Auftrag unseres
Herrn treu zu sein? Manche Christen, die zum ersten Mal von diesen Grundsätze
hören, beginnen nachgerade zu seufzen: Ich kann ja den Wald vor lauter
Bäumen nicht mehr sehen.-
Eine weitere Grafik kann und will uns Hilfe sein:

Zunächst schreibe ich die Namen der 8 Grundsätze einzeln auf je eine
der Dauben. Auf die kürzeste schreibe ich jenes Prinzip das in unserer
Pfarrgemeinde noch am wenigsten verwirklicht ist, auf die längste – jene,
die bereits am aus-geprägtesten vorhanden ist. Dann gieße ich Wasser in
den Behälter, bis er an der kürzesten Daube überzulaufen beginnt. Im Bild
sind die Wasserströme, mit dem Segen Gottes zu vergleichen. Wir sollten
das Problem, dass unsere Pfarre dieses Wasser (noch) nicht fassen kann,
doch nicht dadurch lösen wollen, dass wir Gott darum bitten, dass er uns
weniger Segen geben wolle.
Irgendwann wird jemand auf die Idee kommen, die Daube des Minimumfaktors
zu verlängern und dann werden wir wissen, was in unserer Pfarre anders
werden sollte.-
Es mag sein, dass diese Erfahrung nicht gefällt. Es wird aber in den seltensten
Fällen so sein, dass eine Pfarre beschließt, wir wollen ja gar keinen
Wachstumsfortschritt.
Im Vorjahr haben wir uns schon sehr viel mit dem „Pfarrprofil“ befasst.
Das soll keine vergebliche Arbeit gewesen sein. Verlängern wir heuer doch
ganz bewusst jene Dauben dort, wo unserer Pfarre noch mehr Profil gut
täte.
Mag. Michael Hammer, Pfarrer
August 2002
Auf dieser Seite werden in unregelmäßigen Abständen
Anliegen des Hrn. Pfarrers veröffentlicht.
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Kaplan Mag. Thomas Rörig
Augustiner-Chorherr von Reichersberg
Die Berufung im Alltag mit Gottes Hilfe leben!
Vom Herrn und zu ihm gerufen, zugleich zu seinen Menschen gesandt:
Um miteinander das zu werden, was wir empfangen haben.
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Priesterweihe: 24. Juni 1994 in Reichersberg am Inn
Primiz: 26. Juni 1994 in Tübingen, Deutschland
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Die Seite des Kaplans
„Glauben
leben, Leben feiern“
lautete das Motto der KFB für dieses Arbeitsjahr. - Ein Motto auch
für unser Pfarrfest?
Am 8. September ist es so weit: da feiert unsere Pfarrfamilie ihr
Fest.
Wie gut, denn die Erfahrung lehrt: Ohne das Feiern von Festen wäre
unser Alltag ärmer. Ein solches Fest kann uns neu bewusst machen:
Wir gehören zusammen!
Wer mitfeiert, wird hellhörig für vieles. Er sieht die Lebenssituation
in unserer Pfarre plötzlich ganz anders; er nimmt Anteil an dem,
was ihm geschenkt wird, mehr noch: Menschen fragen sich möglicherweise
wieder „Was lässt uns leben, was hoffen? Was freut uns?“
Aber auch andere Fragen werden laut, wie: Wer braucht unsere Hilfe?
Welche Sorgen quälen uns? Was wollen wir erreichen?
Bei der Feier eines Pfarrfestes können Menschen ihre Lebenserfahrungen
zur Sprache bringen und versuchen, sie im Licht des Glaubens zu
deuten. Sie verstehen vielleicht sogar, dass jeder Mensch zum Leben
- im Vollsinn des Wortes - berufen ist. Dabei setzen sie miteinander
und füreinander einen wichtigen Schritt. Und so kann etwas besser
werden. Es wäre schon viel erreicht, wenn ein neues Bewusstsein
unter uns aufbricht: Mitsorgend zu werden in der Pfarrfamilie, offene
Sinne und vor allem ein offenes Herz für die Anliegen der Mitmenschen
zu bekommen, sich von ihren Nöten, Leiden und Freuden betroffen
machen zu lassen, kurzum: wie kann ich selber glaubwürdig leben
und die Mitmenschen gut leben lassen? Nur wer seine eigene Berufung
erkennt, erlebt sich als Teil der Pfarre vor Ort. Er wird bereit,
Mitverantwortung in der Pfarre zu übernehmen, und das nicht nur
für das Pfarrfest.-
Einer, der sich auf Grund seiner Taufe zum christlichen Leben berufen
weiß, lebt ganz einfach anders. Er erlebt sich zum neuen Leben befreit.
Er ist bereit, mit Freude die eigene Berufung in der Gemeinschaft
zu leben. Er wird sich motiviert erfahren, am pfarrlichen Leben
mitzutun, mitzufeiern, es mitzugestalten.
Wenn bei uns äußere Erneuerungen und Bauvorhaben anstehen, dürfen
wir darüber nicht die innere Erneuerung vergessen! Wem das geling,
für den bleibt das Fest nichts rein Äußerliches, nein, er findet
so auch ein wenig leichter zurück zur Quelle, zum Ursprung des Lebens,
zu Gott. Mehr noch: er entdeckt neu die Freude am Leben aus dem
Angebot der Frohen Botschaft; er kann sein Leben feiern. Deshalb
fragt ein solcher Mensch nicht: Was erwarte ich vom Pfarrfest? Sondern
er antwortet in Dankbarkeit auf die Einladung im Vertrauen auf seine
Gnadengaben: Er wird aktiv das Fest mitgestalten.
Unser Pfarrfest feiern wir nicht zufälligerweise am Tag des Herrn:
Jeder Sonntag ist der „christliche Urfeiertag.“ In der Kirche feiern
wir Danksagung, das Fest des Glaubens und Lebens. Der Sonntag ruft
uns das Heilsereignis in lebendige Erinnerung. Dieser Tag bietet
Anlass, das Leben aus dem Glauben mit Christus bewusster zu gestalten,
im Herzen offen zu bleiben auf eine größere Wirklichkeit hin.-
Auf ein „Glauben leben und das Leben zu feiern“ ohne bitteren Nachgeschmack,
dafür aber einmal in Freude eine ganze Ewigkeit lang.
Mag. Thomas Rörig, Kaplan
August 2002
Auf dieser Seite werden in unregelmäßigen Abständen
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